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Warum Tiefkühlkost
Eigentlich
kaum vorstellbar: Jemand legt einen lebenden Karpfen in ein auf
-20°C heruntergekühltes Solebad. Erwartungsgemäß ist der Fisch in
wenigen Minuten wie leblos erstarrt, taut jedoch anschließend in
lauwarmem Süßwasser wieder auf und schwimmt munter hin und her.
Dieser, von dem an der Hochschule Danzig wirkenden Professor für
Thermodynamik Rudolf Plank durchgeführte
und als "Karpfen-Versuch" in die Geschichte eingegangene wissenschaftliche
Verfahrenstest datiert aus der Zeit
etwa um 1915. Im selben Jahr veröffentlichte Plank die Denkschrift
"Die Konservierung von Fischen durch Gefrierverfahren".
Darin wird der exakte Nachweis geführt, dass schockartig eingesetzte
tiefe Temperaturen das Gefriergut am
besten erhalten und das Muskel- und Zellgewebe nur wenig verändern.
Schon damals also zeigte sich der wesentlichste Vorteil des Tiefgefrierens,
nämlich die optimale Erhaltung der Frische über längere Zeiträume.
Dass die ersten Versuche gerade mit Fisch stattfanden, geht auf
die Initiative eines dänischen Fischers zurück, der die fangfrische
Ware zum Teil in seinem Heimathafen direkt vermarkten konnte, darüber
hinaus aber nach Möglichkeiten sann, den anderen Teil ohne Qualitätsverluste
in küstenferne Gebiete zu versenden.
Er entwickelte das nach ihm benannte Ottesen-Tiefkühlverfahren,
mit dem bald in vielen Ländern der Welt gearbeitet wurde. In der
Folgezeit wurden andere Verfahren entwickelt und ständig verbessert.
Die heute ganz auf die Schonung der Lebensmittel abgestimmte Tiefkühltechnik
gewährleistet, dass selbst empfindlichste Produkte über längere
Zeiträume in optimaler Qualität gelagert und an jeden beliebigen
Ort gebracht werden können.
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